Heidi Stopper BLOG STOPPER coaching & beratung · Donnerstag, 24 März 2016 · www.stopper-coaching.de

Ich habe gerade einen brillianten Manager als Klienten, der sich aber in den Machtkämpfen mit einem Kollegen festgefahren hat und mittlerweile schon auf die Palme geht, wenn derjenige nur den Mund aufmacht. Was er erzählt, zeigt, dass beide Seiten immer mit der gleichen Reaktion aufwarten und sich sich das Ganze so in eine ungute Abwärtsspirale eingeschwungen hat. Dabei setzt ihn die Situation gewaltig unter Druck, da er sein Businessziel so nicht erreichen wird.

Im Privatleben kennen wir sie alle: Schlüsselmomente, in denen Handlungen anderer bei uns immer eine bestimmte Reaktion auslösen. Mein Mann und ich könnten ein Buch dazu füllen......

Reaktionsmuster gibt es natürlich auch im beruflichen Kontext. Oft ist das, was im Unterbewusstsein zwischen einem Reiz und unserer Reaktion abläuft, gut für uns, da unser Unterbewusstsein Erfolgsmuster speichert.  Leider gibt es aber auch die Situationen, in denen wir gegen uns selbst arbeiten, uns gewaltigen Druck generieren. Wir erkennen nur schwer unsere unbewussten Muster, spüren aber den Druck und die Frustration, die bei uns entsteht.  Wer kennt das nicht?!

Ein großer Teil der Lösung ist es, seine Muster zu erkennen und wahrnehmen zu lernen, was auf bestimmte Reize, die von außen kommen, bei uns passiert. Dann können wir beim nächsten Mal, wenn der Chef oder ein Kollege etwas sagt oder tut, die erste unmittelbare Reaktion ausbremsen und überlegter handeln. Daraus ergibt sich eine große innere Freiheit aber im Businessumfeld auch deutlich weniger Druck. Und:  wir arbeiten dann noch viel erfolgreicher. Je mehr Handlungsoptionen wir uns einräumen, desto besser und zufriedener werden wir.

Viktor Emil Frankl, einer der ganz großen der Psychotherapie,  hat einmal gesagt: "Unsere größte Freiheit liegt zwischen einem Reiz und unserer Reaktion".

Ich wünsche euch sehr viel dieser Freiheit!

 

 

Heidi Stopper BLOG STOPPER coaching & beratung · Donnerstag, 25 Februar 2016 · www.stopper-coaching.de

Früher hat man gern behauptet, dass Emotionen im Business schädlich seien. Mittlerweile ist zum Glück angekommen, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Ohne Emotionen sind Menschen nicht führbar. Wer nur den Kopf und nicht auch das Herz seiner Mitarbeiter anspricht, wird sie nicht hinter sich bringen können - schon gar nicht in wildem Fahrwasser.

Oftmals tauchen Emotionen aber in tatsächlich negativem Kontext auf: Immer dann, wenn wir das Verhalten anderer persönlich nehmen. Davor ist niemand geschützt - egal wie weit die Karriereleiter hinaufgestiegen wurde.

Bei Betrachtung von außen sind die persönlich genommenen Handlungen aber in der Regel kein Angriff auf die Person, sondern Rollenkonflikten und Machtkonstellationen geschuldet.  Meist ist es auch ein Signal, wenn wir anfangen Dinge persönlich zu nehmen, dass wir bis zum Hals im Sumpf stecken und den nötigen und gesunden Abstand verloren haben.

Denn selbst wenn einmal ein Angriffl auf uns als Person abziehlt, sagt das in erster Linie etwas über den Angreifer aus. Wie andere uns behandeln sagt, wie sie sind, nicht wie wir sind! 

Im Coaching kann hier viel Druck und Frust rausgenommen werden und Mechanismen gelernt werden, um mit künftigen schwierige Situationen besser umzugehen. .

Lassen Sie nicht zu, dass eine Leidenssituation entsteht. Suchen Sie sich rechtzeitig Unterstützung!

 

 

 

Heidi Stopper BLOG STOPPER coaching & beratung · Montag, 15 Februar 2016 · www.stopper-coaching.de

In meinen Coachings höre ich so viel vom Leidfaktor "Politik" in Unternehmen. Vielen- auch Topmanagern - fällt der Umgang mit Macht und in Machtstrukturen bisweilen schwer. Headhunter berichten, dass viele (Männer und Frauen) sogar Anfragen auf Toppositionen abwinken mit der Aussage: "das tue ich mir nicht an". 

Daneben scheint es einige in jeder Firma zu geben, die getreu Henry Kissinger leben, der meinte: "Macht ist das stärkste Aphrodisiakum". Diese einflußreichen Strippenzieher machen den eher ergebnisorientierten Kollegen das Leben schwer.

Dazu kommt, dass einige in Machtpositionen das Gespür für soziale Normen verlieren und ihre Gefühle und Impulse ungehindert ausleben, weil ihre Machtposition das zulässt. 

Ist das alles ein Grund, sich dem Thema Macht zu entziehen? Weit gefehlt! Ein Kopf in den Sand stecken hilft hier nichts, da Macht in allen Formen menschlichem Zusammenlebens eine Rolle spielt. Ein Entziehen hilft nicht. Im Gegenteil: wer nicht lernt in Machtkonstruktionen zurecht zu kommen wird leicht zu deren Opfer. 

Dabei bedeutet Macht, die Möglichkeit oder die Fähigkeit dass jemand etwas bewirken, etwas bewegen kann. Macht war und ist für mich Bewegungsspielraum. Macht ist weder gut noch böse und der Umgang mit ihr kann erlernt werden - auf jeder hierarchischen Ebene.

In jedem Coaching werden Machtkonstruktionen reflektiert: mit dem Ziel die eigene Sach- und Interessenslage den Kollegen, Chefs und Mitarbeitern gegenüber richtig durchzusetzen. Macht nicht um der Macht willen, sondern angemessene Machtausübung um der Sache Willen. Je größer die eigene Verantwortung wird, desto größer wird der Druck auf der Mächtespielwiese gut mitspielen zu können.

Suchen Sie sich dafür rechtzeitig Unterstützung! Lernen Sie den Umgang mit der Macht und in Machtstrukturen, denn mit dem richtigen Umgang steigt Ihre Durchsetzungsfähigkeit und das eigene Wohlbefinden. 

Viel Erfolg dabei!

 

Heidi Stopper BLOG STOPPER coaching & beratung · Freitag, 22 Januar 2016 · www.stopper-coaching.de

Es vergeht kein Termin, indem das Thema Wertschätzung nicht auf den Tisch kommt. Meist leider in der Form fehlender Wertschätzung.

Die meisten meiner Coachingklienten beklagen einen Mangel an Wertschätzung in der Art, wie mit Ihnen und Anderen am Arbeitsplatz umgegangen wird. Was mir da zu Ohren kommt, ist teilweise auch haarsträubend oft aber leider auch eine typische Ansammlung von Kleinigkeiten, die dann ein unschönes Gesamtbild ergeben.

In Zeiten von massiver Beschleunigung, immenser und ständig zunehmender Informationsaufnahme, ständiger Veränderung und Neuerung ist es wohl eine natürliche Gegenbewegung, dass Werte und Wertschätzung wieder ein stärkeres Gewicht bekommen.

Das spricht mir aus der Seele: ohne Werte und gegenseitige Wertschätzung geht doch gar nichts.

Unter den jüngeren Generationen gibt es eine hohe Arbeitgeberwechselbereitschaft, wenn die eigenen Werte nicht gespiegelt werden.  Leider reagiert nicht jeder fordernd und wechselt gar den Arbeitgeber, sondern häufig versuchen Menschen, bis hoch in Vorstandsfunktionen, die Situation eben auszuhalten. Und das trotz Topqualifikation. Ein fataler Kreislauf, denn unter Druck stehende Menschen mit Leidmomentum sind oft dann selbst nicht in der Lage ihren Kollegen und Mitarbeitern Wertschätzung entgegen zu bringen.

Hier hilft nur, die Spirale selbst zu durchbrechen, sich in die anderen hineinzuversetzen und einmal deren Perspektive einzunehmen. Es ist erstaunlich, wie Situationen und Menschen in einem anderen Licht aussehen. Wertschätzung kann dann wieder ganz natürlich fließen - und wir brauchen sie alle!

Wir sollten bei uns selbst beginnen und uns fragen: gehe ich wertschätzend mit meinen Kollegen, Mitarbeitern etc. um und würden diese das auch so sehen? 

Gibt es dann trotzdem noch eine große Diskrepanz ihrer Werte mit den gelebten Firmenwerten und leiden Sie darunter, dann suchen Sie sich Hilfe! Denken Sie daran: das Leben ist zu kurz, um im falschen Job zu sein und für jeden von uns gibt es den richtigen!

Heidi Stopper BLOG STOPPER coaching & beratung · Donnerstag, 10 Dezember 2015 · www.stopper-coaching.de

Egal wann ich Zeitung lese, immer begegnet mir, wie leidvoll es heute sei, zu Arbeiten.

Selbst habe ich leider auch sehr viele zutiefst verunsicherte und leidgeprüfte Menschen im Arbeitstrott erlebt - und das auf jeder Ebene bis hoch zum Topmanagement.

Dennoch ist die Welt nicht so schwarz-weiß. Es gibt auch so viele, die höchst zufrieden sind. Schaut man bei denen genau hin, die aus Ihrer Arbeit Erfüllung, Selbstwertgefühl und Zugehörigkeitsempfinden ziehen, dann stelle ich immer wieder fest, dass diese in Umgebungen sind, die gut zu ihnen passen.

Wir sollten uns daher immer die Frage stellen, was wir brauchen, um gut arbeiten zu können und nicht nur was wir können. Wissen kann angeeignet werden; sind wir aber im falschen Umfeld, dann geht ein fataler Kreislauf los: Wir stellen fest, dass wir Schwierigkeiten haben und strengen uns mehr an, versuchen uns anzupassen. Wenn trotzdem der gewünschte Erfolg nicht eintritt, vermittelt uns das Umfeld, dass wir das Problem sind und bestärkt die ohnehin schon existierenden Selbstzweifel... Man kann sich ausdenken wohin das führt. Ein Albatros ist an Land immer ein schwerfälliger Geselle egal wie sehr er sich anstrengt aber in der Luft ist er ein wahrer Meister.

Ich habe Menschen nach Versetzungen erlebt, bei denen gar nichts mehr ging und solche, die aufgeblüht sind. Das Umfeld entscheidet bei ein und derselben Person, ob es klappt oder nicht.

Schau Dir dein Umfeld einmal genau und kritisch an: sind das Rahmenbedingungen, die Du brauchst, um Bestleistung zu zeigen und dich wohlzufühlen? 

Viel Erfolg dabei!

 

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