Heidi Stopper BLOG STOPPER coaching & beratung · 20. Mai 2013 · www.stopper-coaching.de

Zur Zeit kann man viel zu Fluch und Segen von e-mails lesen. Dies ist ein politisches Thema geworden dem sich heute Politiker, Gewerkschaften und Unternehmen widmen. In der Tat ist der richtige Umgang mit dem Instrument e-mail gefragt - sonst wird nur mehr Quantität an Information generiert aber weniger Qualität.

Die meisten Menschen, mit denen ich spreche, beschäftigt ein anderes Thema jedoch noch viel mehr: der alltägliche Meetingwahnsinn.

Da sehe ich Kalender, die 5 Tage die Woche durchgetaktet sind ohne Pausen, Menschen die hektisch von Meeting zu Meeting rennen mit aufwachsender Verspätung. Das scheint mitlerweile eher die Regel, als die Ausnahme zu sein. Wo bleibt da die Reflektion, wo die Vorbereitung, das Nachdenken und wann werden all die Aktionen abgearbeitet, die aus den Meetings erwachsen? Ganz zu schweigen von der Überlegung, ob all diese Meetings so Sinn machen - dazu ist keine Zeit.

Sollten Sie das gerne tun und Sie hohe Selbstbestimmung bei Ihrer Taktung haben, dann brauchen Sie nicht weiterzulesen. Für diejenigen, die ihren Alltag mit 'Meetingwahnsinn' beschreiben, gibt es jedoch einen Tipp: drucken Sie sich täglich Ihre Agenda auf Papier aus. Malen Sie in jeden Termin zwei Striche, die eine Scala von 0 bis 10 bilden. Der erste Strich steht für die Höhe Ihres Wertbeitrages in diesem Meeting. Sie fragen sich: Wieviel habe ich inhaltlich beigetragen und markieren ihr geschätztes Ergebnis in der Scala. Der zweite Strich steht für den Beitrag, den das Meeting Ihnen gebracht hat. Bitte hier ebenfalls den Wert markieren. Führen Sie das eine Woche lang für jedes Meeting, an dem Sie teilnehmen konsequent durch. Da wird sehr sichtbar, wie es um die Meetingkultur bestellt ist und wie Sie Ihre Zeit optimieren und entspannen können. Mit einer solchen Auswertung lassen sich Chefs und Kollegen auch leichter überzeugen als mit der bloßen Beschwerde.

Versuchen Sie es! Ich wünsche Ihnen in diesem Sinne konstruktive Meetings und Zeit zum Denken, Refektieren und Nachsinnen....

Heidi Stopper BLOG STOPPER coaching & beratung · 15. September 2012 · www.stopper-coaching.de

Mit Regelmäßigkeit kommen Führungskräfte  zu mir ins Coaching, weil die Vielzahl der Anforderungen und Aufgaben mit denen sie sich konfrontiert sehen, sie erdrückt.

Sie haben zu viel um die Ohren.

Nach William Onckens Modell sind das zuviele Affen, die da sitzen. Wir haben alle Affen auf den Schultern. Affen sind zu erledigende Dinge, Projekte und Verantwortlichkeiten. Viel zu oft lassen wir nicht nur unsere eigenen Affen auf den Schultern turnen, sondern auch noch fremde.

Im Coaching kann mit diesem Modell sehr gut entdeckt werden, in welchen Situationen wir dazu neigen, die Affen anderer selbstständig zu übernehmen und in welchen Situationen uns jemand unbemerkt einen Affen aufsetzen kann.  Oft ist dies der erste Schritt, um zu einer verträglichen Belastungssituation zurückzukehren und nicht mehr so viel um die Ohren zu haben.

Ich wünsche Ihnen eine anregende, Sie fordernde aber nicht zu große Affenschar, um mit Spaß und Erfolg Ihre Herausforderungen angehen zu können.

Heidi Stopper BLOG STOPPER coaching & beratung ·25. April 2012 · www.stopper-coaching.de

Gestern Abend habe ich eine auf Robert I. Sutton basierende CD aus der Harvard Business Manager Audio Reihe gehört mit dem schönen Titel: "Der Chef als Schutzschild". Darin wird in Kürze ausgeführt, was gute Chefs ausmacht aus Sicht des Autors. Auch wenn ich nicht alle Aspekte teilen kann, fand ich doch den Teil sehr gut, der aussagt, dass gute Chefs Störungen von oben abwehren und den Mitarbeitern den Rücken frei halten. Dabei fand ich folgende Aussage einer Führungskraft für das Team sehr treffend: "Meine Aufgabe liegt darin, den Schirm aufzuspannen, wenn heftiger Regen auf euch herunterregnet; eure Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass ich ihn nicht zu oft aufmachen muss".

In diesem Sinn frohes Arbeiten unter und mit dem Regenschirm!

Heidi Stopper BLOG STOPPER coaching & beratung · 28. Januar 2012 · www.stopper-coaching.de

In letzter Zeit begegnet mir beim Coaching häufig die Frage von meinen Klienten, wie sie am besten mit ihrem Chef klar kommen. Kein Wunder im heutigen Personenkarussell. Vor allem in Konzernen ist alle 2-3 Jahre das Einstellen auf einen neuen Chef zur Normalität geworden. Aber auch im Mittelstand dreht das Rad sich schneller. Ich habe auch Klienten, die Ihren letzten Arbeitgeber verlassen haben, weil sie ihren Vorgesetzten nicht aushielten. Das alte Personaler-Sprichwort "People join companies and leave bosses" bewahrheitet sich leider häufig.

 Wie also managet man seinen Chef am Besten? Natürlich gibt es dazu keine universelle Antwort, obwohl das Managen nach oben ebenso wichtig ist, wie nach unten oder zur Seite....  Aber ein paar grundsätzliche Ansätze gibt es dennoch, die enorm zum erfolgreichen Umgang beitragen können.

Als erstes ist bei jedem Vorgesetzten herauszufinden, welches Informationsbedürfnis er hat und wie er am besten Information aufnimmt. Es gibt Personen, die wollen eine Flut von Details und andere widerrum wollen nur in Kürze die 5 wichtigsten Punkte in einer Zusammenfassung. Das rauszufinden ist eine Frage des Herantastens und Nachfragens. Fragen Sie doch einfach, ob er mit der richtigen Dosis von Information versorgt ist.  Dabei ist auch entscheidend, welche Präferenz ihr Chef zur Art der Informationsaufnahme hat. Ist er eher der visuelle Typ und liest lieber oder nimmt er besser übers Zuhören auf?  Dies mag banal klingen, ist es aber nicht. Die Zeit ist in der Regel knapp und die Meetings eng getaktet. Wenn Sie das Beste aus der Ihnen gegeben Zeit rausholen wollen und einen guten Eindruck hinterlassen wollen, ist es wichtig, ob ihr Chef lieber detaillreiche verbale Schilderungen mag oder kurze Excelfiles.

Gehen Sie nie nur mit Ihrer Agenda in ein Meeting mit Ihrem Chef, sondern versuchen Sie sich im Vorfeld auf seine Interessen und Standpunkte einzufühlen. Ich erlebe leider in der Praxis, dass dies oft nicht geschieht und die Art der Präsentation von Inhalten oder Fragestellungen nicht auf das Gegenüber eingeht. Erst wenn Sie die Interessen und Standpunkte Ihres Chefs antizipieren können, können Sie eine überzeugende Argumentation aufbauen.  Das Antizipieren erfordert die Fähigkeit des Perspektivwechsels, der im Coaching dann erarbeitet und trainiert wird.

Vermitteln Sie Ihre Erfolge aber verschweigen Sie nicht die schlechten Themen, die es überall gibt.  Bauen Sie keine Potemkinschen Dörfer auf! Ihr Chef trifft seine Entscheidungen auf der Basis dessen, was er aus der Organisation an Information erhält. Sind diese Informationen nur die halbe Wahrheit, wie kann dann eine gute Entscheidung folgen? Dabei bedarf es der Ausgewogenheit. Achten Sie darauf nicht nur auf Mißstände himzuweisen oder nur Erfolge zu vermelden. Im ersten Fall werden Sie als Nörgler wahrgenommen und Ihre vorgebrachten Probleme nach und nach nicht mehr ernst genommen. Bringen Sie nur Erfolgsstories verlieren auch diese an Wert. Eine situative Balance zu schaffen, ist das Ziel dass dann im Coaching verfolgt wird.

Ich selbst hatte in meiner beruflichen Laufbahn viele und ständig wechselnde Chefs und auch viele Mitarbeiter. Ich weiß aus beiden Blickwinkeln, wie entscheidend es sein kann, gut nach oben zu managen. Einige meiner Mitarbeiter hatten mich ganz hervorragend im Griff - im positiven Sinne :-) Mit diesen hat mir die Zusammenarbeit am Meisten Spaß gemacht.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Herausfinden, wie Sie Ihren Chef so managen, dass Sie weiterhin erfolgreich und mit Spaß Ihrer Arbeit nachgehen können !!

Heidi Stopper BLOG STOPPER coaching & beratung · 09. Dezember 2011 · www.stopper-coaching.de

Das Wort Talentmanagement ist in den Unternehmen in aller Munde. Talente sind für alle Firmen auch ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Die begriffliche Auslegung scheint mir jedoch häufig zu end gefasst. Ich bin überzeugt, dass jeder Mensch einzigartige Talente und große Stärken hat, die ganz individuell und unterschiedlich sind in ihrer Erscheinung und Zusammensetzung.

Wir sind dann am Besten und auch am Zufriedensten, wenn unsere Tätigkeit im Wesentlichen unsere Stärken abruft. Meist ist der Ansatz von Vorgesetzten jedoch Defizit orientiert. Es wird eher herausgearbeitet, was nicht gut läuft, als dass die eigenen Stärken hervorgehoben werden, was oft dem täglichen Aufgabendruck geschuldet ist.  Dabei ist für Führungskräfte und Mitarbeiter gleichermaßen wichtig, dass jeder seinen Stärken entsprechend eingesetzt wird.

Im Coaching erlebe ich leider häufig, dass der Glaube an und die Kenntnis der eigenen Fähigkeiten oft nur schwach ausgeprägt sind. Wie wohltuend und kräftigend ist aber die (Rück-) Besinnung auf unsere Stärken und Trümpfe! Dies zu erreichen ist die Aufgabe einer Standortbestimmung - nicht nur für Führungskräfte.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg in Ihrer Aufgabe und hoffe, dass Sie Ihre Stärken voll ausspielen können!

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