Heidi Stopper BLOG STOPPER coaching & beratung · 10. März 2015 · www.stopper-coaching.de

Ich bereite gerade für einige Firmen Vorträge für die Zukunft der Arbeit "Future of work" vor und auch zur GenerationY.

Glaubt man den vielen Publikationen zum Thema GenY, ist Morgen nichts mehr wie es Gestern war. "Was ist dran am Mythos GenY" frage ich mich daher? 

Ich mag nicht recht daran glauben, dass die Generation der ab 1981 Geborenen so völlig anders ist, als die Menschen davor. Ich glaube vielmehr daran, dass alle Menschen Wertschätzung erfahren möchten, sich entwickeln wollen, fair behandelt sein wollen und fair vergütet.  Ich habe aber als Personalleiterin auch gesehen, dass es Nuancen gibt, die wichtig und auch anders sind. Sehr plastisch hat mir auch das Verhalten meines 19 jährigen Sohnes in den letzten Jahren schon gezeigt, dass es für Firmen definitiv besser ist, sich mit dem Thema künftige Arbeitskräfte auseinander-zu-setzen. Umso mehr, als dass dieses Jahr sicherlich Milenials ins mittlere Management einziehen.

In vielen betrieblichen Alltagssituation hat sich ein Teil der Therorie bestätigt: Die qualifizierten 30 jährigen heute sind selbstbewusst und fordernd in Gesprächen, erwarten ständiges Feedback und wollen eine kollegiale Umgebung. So what könnte man meinen, das war und wollte ich auch. Was aber neu ist, dass sie viel schneller bereit sind, einen Arbeitgeber zu verlassen, als die Generationen zuvor. Dies wird durch die Lage am Arbeitsmarkt noch begünstigt. Die Mehrheit gibt in allen möglichen Forschungen an, ein Unternehmen zu verlassen, wenn de Unternehmenskultur nicht Ihren Werten entspricht. Order und Control wird als gänzlich unsexy empfunden und ihnen ist wichtig, nicht nur im Business einen Beitrag zu leisten, sondern auch der Welt. Schön beobachten kann man das auf der online Bewertungsplatform kununu, wo Arbeitgeber bewertet werden. Sehen Sie sich mal die Kriterien dort an! Work/live balance und corporate social responsibility sind rangauf mit der Qualität der Führungskraft.

Sie sind aufgewachsen mit enormster Transparenz, einer reduzierten Privatshäre und wissen, dass Authentizität und "just be good" die einzige Lösung sind, in einer Welt, in der alles sofort gepostet wird. Das erwarten Sie von Ihren Firmen und Ihren Chefs!

Mein Fazit ist: Die Menschen der Generation Y sind toll und kein Mythos. Aber Unternehmen, die die besten Talente gewinnen und halten wollen,  sind gut beraten, wenn sie sich damit befassen.

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