Heidi Stopper BLOG STOPPER coaching & beratung · 04. November 2015 · www.stopper-coaching.de

Man könnte meinen, es gab immer schon computergesteuerte Präsentationsprogramme. Tatsächlich gibt es die Urmutter, Powerpoint, aber erst seit 1987. Seither ist Powerpoint aus unseren Besprechungen-, Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen nicht mehr wegzudenken und jeder von uns hat mehr schlechte Präsentationen gesehen, als er ertragen kann. Death by Powerpoint - kennen wir alle.

Leider sind die allermeisten nicht nur nicht gut, sondern oft sogar karrieregefährdend. Geht es um Präsentation vor Entscheidern sind es genau die Momente, die Karrieren beflügeln oder auch stoppen können. Ich habe schon mehrfach erlebt, dass ein Vorstand nach einer wenig geglückten Präsentation sogar die sofortige Entlassung des Präsentators gefordert hat. Das erscheint zwar irre, Sie sollten sich aber darüber im Klaren sein, dass Vorstände, Aufsichtsräte oder andere Topentscheider tatsächlich glauben, bereits nach wenigen Minuten ein Urteil abgeben zu können. Ihre Aufgabe ist es ja auch  Sachverhalte zügig zu bewerten und Schlussfolgerungen und Entscheidungen zu treffen. Und selbst bei den Reflektiertesten hinterlässt Ihr Auftritt einen Eindruck, den Sie unter Umständen nicht mehr gerade rücken können.

Warum dann nur soviel Karriere - Harakiri?

Die meisten Präsentationen holen die Zuhörer erst gar nicht ab, erscheinen als willkürlich zusammengeworfene Folienbombardierung und sind todlangweilig und führen auch nicht zur gewünschten Entscheidung oder Wirkung.. Storytelling, Verdichtung, die Herausarbeitung des Wesentlichen etc findet gar nicht oder nur am Rande statt.  An wieviele Inhalte aus Präsentationen der letzten Wochen können Sie sich erinnern? Ich habe in meiner Karriere unzählige Präsentationen gesehen - als Chef, als Kollege, als Vorstand, als Beirat etc... Ich kann mich an ein paar Wenige erinnern. An die großartigen, weil Sie nachhaltig ein gutes Gefühl hinterliessen und an die größten Katastrophen. Die meisten sind jedoch untergegangen und haben nicht die gewünschte Wirkung entfaltet.. Und das, obwohl so viel Arbeit in sie gesteckt wurde.

Dabei kann Präsentieren gelernt und geübt werden. CEOs arbeiten heute viele Stunden mit Trainern, um ihre Auftritte zu optimieren. Dies gilt für die Aufbereitung der Inhalte  aber auch vor allem, um die Art und Weise wie präsentiert wird.  Ob eine Präsentation erfolgreich ist kommt nach ständiger Forschung maximal 30 % auf die Inhalte und zum größten Teil auf das "wie" des Präsentierens an. Der Anspruch an Führungskräfte hinsichtlich ihrer Präsentationsfähigkeiten ist in den letzten Jahren durch die Digitalisierung noch deutlich angestiegen. Ich arbeite schon viele Jahre mit Vorständen, Geschäftsführern und Topexecutives, die das verstanden haben,  an Ihren Auftritten. Denn neben einer guten Unterlage kommt es heute vor allem auf die Glaubwürdigkeit und die Fähigkeit an, sein Gegenüber auch emotional abzuholen zu können. Das ist zum größten Teil Handwerkszeug und kann erlernt werden. Für Durchsetzungsfähigkeit, Glaubwürdigkeit, Reputation und berufliches Fortkommen ist es unerlässlich, hieran zu arbeiten.

In diesem Sinne: pushen Sie Ihre Karriere, indem Sie sich und Ihre Themen bestmöglich präsentieren! Viel Spaß und Erfolg dabei!

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