Heidi Stopper BLOG STOPPER coaching & beratung · Mittwoch, 19 Oktober 2016 · www.stopper-coaching.de

In sehr vielen Berufsleben passiert es einmal: der Arbeitgeber teilt mit, dass man nicht mehr im Unternehmen erwünscht ist. In vielen Fällen nicht mal durch ein Gespräch, sondern durch eine zugestellte Kündigung.

Nach der Statistik und auch meiner Erfahrung nach trifft es Führungskräfte überproportional oft und je höher die Karriereleiter erklommen wurde,desto öfter passiert es. Das Personenkarussell dreht sich und auch bei langgedienten Managern wird keine Ausnahme gemacht.

Ich habe in meiner Zeit als Personalleiterin viele ganz großartige Menschen die Unternehmen zwangsweise verlassen sehen und begleite seit Jahren als Coach regelmäßig Betroffene. Daher weiß ich:  ganz egal wen es trifft, eines ist gemeinsam: eine vom Arbeitgeber veranlasste Trennung hinterlässt einen tiefen Einschnitt, eine schwerwiegende Gefühlslage, die mit Ohnmacht, Versagens- und Zukunftsängsten und dem zermarternden Suchen nach den Ursachen einhergeht. Was hätte man anders und besser machen können? Selbst gestandene, erfolgsverwöhnte Persönlichkeiten verlieren Selbstbewusstsein und werden ganz klein. Fast kein Arbeitgeber schafft es, dass Mitarbeiter hocherhobenen Hauptes weiterziehen können, selbst wenn die Gründe der Trennung nicht in der Person lagen.

Das wäre aber dringend nötig, denn verstrickt in ein Selbstwertreduzierendes Gefühlschaos ist das Finden einer neuen Tätigkeit sehr schwer und auch die Flucht in die Selbstständigkeit keine (Er-) Lösung.

Schaut man aus Sicht der Unternehmen darauf, dann sind die meisten Trennungen nicht auf fehlendes Können sondern andere Gründe zurückzuführen. Wenn der Mitarbeiter oder der Manager raus ist, geht für das Unternehmen alles seinen gewohnten Gang.

Für den Betroffenen ist das nicht der Fall. Zuerst muss aufgearbeitet werden, was geschehen ist - aber ohne destruktives, sich im Kreis drehendes Zermartern- um hocherhobenen Hauptes und ohne Last nach vorne zu schauen und weiterzugehen.

Sollte es Sie einmal treffen, lassen Sie nicht zu, dass es Sie niederdrückt und es Sie aufreibt. Suchen Sie sich umgehend Hilfe, um schnell wieder ganz auf die Beine zu kommen. Mit einer guten Begleitung kann das unschöne Erlebnis zügig verarbeitet und in eine Chance verwandelt werden. Meine Klienten berichten mir oft ein Jahr spãter, wie gut es war, dass der Schritt kam, da sie sonst nicht wären, wo sie sind.

 

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