Heidi Stopper BLOG STOPPER coaching & beratung · Mittwoch, 31 Mai 2017 · www.stopper-coaching.de

Diese Woche habe ich mir Zeit genommen, die Termine der letzten Wochen Revue passieren zu lassen. 

Dabei hat mich ein Thema geradezu angesprungen. Alle meine Kunden, vom Vorstand, über den Familienunternehmer bis zur Führungskraft jeglicher Ebene scheinen gerade im Hamsterrad zu stecken. Sie beschreiben, extrem busy zu sein, von einem wichtigen Termin in den nächsten zu rennen, kaum mehr die Vielzahl der Themen im Blick zu haben, enorm unter Druck zu stehen und darüberhinaus zu wenig Zeit für Ihre Mitarbeiter zu haben. Ständig kommt dann auch noch einer und will eine Präsentation, einen Report oder launcht ein neues Projekt, das in drei Monaten ohnehin keinen mehr interessiert.. Kurzum, ein Gefühl der Getriebenheit gehört zum Alltag und dazu oft noch das Gefühl der fehlenden Wertschätzung für die eigene Leistung. 

Im Hamsterrad gefangen! Wenn wir dann in den Coachings tiefer reingehen und mit Abstand die bestehenden Situationen reflektieren, dann wird aber immer schnell klar: das Hamsterrad treten wir selber. Leicht gerät man in den Sog bis kaum noch agiert, sondern nur noch reagiert wird. Einer meiner Kunden, ein Topmanager mit Vorstandsaspiration setzt ehrgeizig und zielorientiert einen derartigen Takt, den er selbst gar nicht gehen kann. Er realisiert das aber zunächst nicht und sieht das Problem überall anders und bekommt dadurch immer mehr Brandherde und Gegenwind. Eine unschöne Entwicklung.

Die gute Nachricht ist jedoch: wenn wir Teil des Problems sind, dann sind wir immer auch Teil der Lösung. Abstand nehmen, in Ruhe drauf schauen, sich sortieren und neu fokussieren ist kein Hexenwerk, muss aber gezielt angegangen werden. Dalai Lama hat einmal auf die Frage eines Managers, was er Topmanagern rate gesagt, er rate jeden Tag 30 Minuten zu meditieren.  Auf die anschließende Frage, was der Topmanager tun solle, wenn er dazu keine Zeit habe, kam als Antwort: "dann jeden Tag 3 Stunden meditieren".

 

Sollten Sie also keine Zeit mehr für Zurücktreten und zum Entschleunigen haben, dann ist es höchste Zeit aus dem Rad herauszutreten. Die Welt sieht außerhalb des Hamsterrades gleich viel rosiger aus.

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